SCHOTT Pharma macht Dekarbonisierung messbar

Donnerstag, 1. Oktober 2026, Mainz, Germany

  • SCHOTT Pharmas Tool zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks von pharmazeutischen Primärverpackungen wurde erfolgreich extern validiert
  • Es macht CO2-Produktfußabdrücke messbar und stellt damit eine faktenbasierte Vergleichbarkeit von Produkten her
  • Dieser Ansatz unterstützt fundierte Kundenentscheidungen zur Dekarbonisierung von Produkten und Maßnahmen zur Reduzierung von Scope-3-Emissionen

SCHOTT Pharma, ein Pionier für pharmazeutische Aufbewahrungslösungen und Verabreichungssysteme, hat sein Tool zur Berechnung des CO2-Produktfußabrucks (engl. Product Carbon Footprint, kurz PCF) von pharmazeutischen Primärverpackungen gemäß der PCF-Richtlinie von Together for Sustainability (TfS) validieren lassen. Da sich Pharmaunternehmen zunehmend auf die Reduzierung von Scope-3-Emissionen in ihren Wertschöpfungsketten konzentrieren, wächst der Bedarf an vergleichbaren und extern validierten Daten zum CO2-Fußabruck ihrer Produkte. SCHOTT Pharma setzt sich für die Entwicklung von Lösungen zur Dekarbonisierung der Lieferkette ein, etwa durch den geplanten Einsatz von pharmazeutischem Glas mit einem um bis zu 50 % reduzierten CO2e-Produktfußabdruck1 sowie durch neue Ansätze im Bereich Kreislaufwirtschaft. Um solche Lösungen jedoch in messbare Vorteile zu übersetzen, müssen ihre Auswirkungen auf die Umwelt konsistent und transparent quantifiziert werden. Das neue PCF-Berechnungstool ermöglicht es Pharmaunternehmen nun, auf Emissionsdaten für Fläschchen oder vorfüllbare Glas- und Polymerspritzen zuzugreifen, die sowohl den Container selbst als auch die vorgelagerte Wertschöpfungskette abdecken.

"Die Dekarbonisierung erfordert die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unser validiertes Berechnungstool bietet die Datengrundlage, die Kunden und Lieferanten hilft, gemeinsam wirksame Maßnahmen zur Emissionsreduzierung zu identifizieren, zu priorisieren und zu skalieren", sagte Reinhard Mayer, CFO von SCHOTT Pharma.

Im Reinraum - Mann in Reinraumkleidung hält ein Tray mit vorfüllbaren Spritzen in den Händen.
Ein unabhängiges Audit von GUTcert validierte SCHOTT Pharmas Methodik zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks von Produkten wie vorfüllbaren Spritzen und Fläschchen. Bild: SCHOTT Pharma

Entscheidungsgrundlage zur Reduktion von Scope-3-Emissionen

Viele Pharmaunternehmen haben sich ehrgeizige Dekarbonisierungsziele gesetzt. Die Emissionen in der Lieferkette machen dabei mitunter den größten Anteil ihres CO2-Fußabdrucks aus. Um wirksame Maßnahmen zur Reduktion von Scope-3-Emissionen zu identifizieren und zu priorisieren, benötigen sie daher zunehmend objektive Emissionsdaten ihrer Lieferanten auf Produktebene. Unterschiedliche Berechnungsmethoden ohne externe Validierung erschweren jedoch den Vergleich des CO2-Fußabdrucks zwischen verschiedenen Anbietern und Produkten. SCHOTT Pharma begegnet dieser Herausforderung mit der Ausrichtung des Berechnungsansatzes für den CO2-Produktfußabdruck an der TfS-PCF-Richtlinie, die die Anforderungen der meisten Kundenanfragen abdeckt. Um die Zuverlässigkeit und konsistente Anwendung zu gewährleisten, wurden Methodik und Berechnungstool unabhängig von GUTcert validiert.

Die unabhängige Validierung durch GUTcert erfolgte gemäß ISO 14067:2019 (einschließlich Anhang C), dem GHG Protocol Product Standard und dem TfS 3.0-Rahmenwerk. Dabei wurden die zugrunde liegende Methodik sowie die PCF-Richtlinie 2.0 des SCHOTT Konzerns, die Berechnungslogik und Datenflüsse, die Systemgrenzen, die Datenqualität und Annahmen sowie der Berichtsansatz bewertet.

Um die praktische Anwendbarkeit zu demonstrieren, verifizierte GUTcert zusätzlich drei repräsentative PCFs aus dem Portfolio von SCHOTT Pharma, darunter eine sterile 1 ml long syriQ® Glasspritze, eine sterile 1 ml long SCHOTT TOPPAC® Polymerspritze und ein 2 ml Standardfläschchen in TopLine-Qualität. Die Emissionen wurden in Gramm CO2e pro produziertem Stück berechnet, wobei ein Cradle-to-Gate-Ansatz verwendet wurde, der die Rohstoffgewinnung, die Vorproduktion, den vorgelagerten Transport, die Produktion und die Lagerung umfasst.

Die Kombination aus validierter Methodik und verifizierten PCFs bestätigt, dass SCHOTT Pharma die Standards der TfS-PCF-Richtlinie zuverlässig auf pharmazeutische Verpackungslösungen anzuwenden kann.

"Die Reduzierung der Scope-3-Emissionen beginnt mit fundierten Entscheidungen. Vergleichbare CO2-Emissionsdaten helfen uns und unseren Kunden zu erkennen, wo Produktinnovationen die größten Auswirkungen auf die Umwelt haben können. Mit unserem validierten Berechnungstool sind wir nun in der Lage, diese Daten zuverlässig für unser Portfolio bereitzustellen", sagt Dr. Arne Kloke, Head of Sustainability & Service bei SCHOTT Pharma.

Durch die Schaffung eines standardisierten und extern verifizierten Ansatzes zur Erfassung des CO2-Produktfußabdrucks trägt SCHOTT Pharma dazu bei, die Datengrundlage zu schaffen, die für die Dekarbonisierung in der gesamten pharmazeutischen Wertschöpfungskette erforderlich ist.

1Im Vergleich zu konventionellem FIOLAX® Pharmaglas. Details unter: https://www.schott.com/de-de/products/pharmaceutical-tubing-p1000372/product-variants/fiolax-pro-ocf

Grünes GUTcert Label

Die Validierung durch GUTcert steht im Einklang mit ISO 14067, dem GHG Protocol Product Standard und der Richtlinie von Together for Sustainability.

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Über SCHOTT Pharma

Gesundheit ist entscheidend. Deshalb entwickelt SCHOTT Pharma wissenschaftlich fundierte Aufbewahrungslösungen, die gewährleisten, dass Medikamente für Menschen auf der ganzen Welt sicher und einfach zu verwenden sind. Pro Minute erhalten mehr als 30.000 Menschen eine Injektion, die in einem Produkt von SCHOTT Pharma verpackt ist. Das Portfolio umfasst Aufbewahrungs- und Verabreichungssysteme für Medikamente, etwa vorfüllbare Spritzen aus Glas und Polymer, Karpulen, Fläschchen und Ampullen. Rund 5.000 Menschen aus über 65 Nationen arbeiten bei SCHOTT Pharma jeden Tag daran, einen Beitrag zur weltweiten Gesundheitsversorgung zu leisten. Mit 17 hochmodernen Werken in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien ist das Unternehmen in allen wichtigen Pharma-Märkten vertreten. Über 1.000 eigens entwickelte Patente und Technologien und ein modernes R&D-Zentrum in der Schweiz unterstreichen den Innovationsfokus des Unternehmens. Die 30 führenden Pharmahersteller injizierbarer Medikamente und insgesamt über 1.800 Kunden arbeiten mit SCHOTT Pharma zusammen. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 986 Millionen Euro. SCHOTT Pharma ist ein seit 2023 an der Frankfurter Wertpapierbörse gelisteter Teil der SCHOTT Gruppe, einem Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung, deren Zweck die Förderung von Forschung und Lehre in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ist. Weitere Informationen unter www.schott-pharma.com

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Lea Kaiser, PR & Communications Manager
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