Child sitting on a chair smiling with on-body deliver system attached to arm.

Großvolumige subkutane Injektionen

Transformation des Gesundheitswesens durch großvolumige subkutane Lösungen für patientenzentrierte Behandlungen

Biologika revolutionieren die Behandlungslandschaft für viele schwere Erkrankungen, darunter Krebs, Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, genetische Störungen und immunologische Erkrankungen. Mit über 6.200 in der Entwicklung befindlichen Medikamenten, von denen 80 % Biologika sind, steht der Gesundheitsversorgung eine Zukunft mit bedeutenden Fortschritten bevor (Quelle: Globaldata, Mai 2024). Die Verabreichung dieser komplexen Medikamente stellt jedoch eine besondere Herausforderung dar.

Traditionell wurden Biologika intravenös (IV) oder subkutan (SC) in einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis verabreicht. Die intravenöse Verabreichung erreicht schnell therapeutische Konzentrationen im Blutkreislauf, ist jedoch mit hohen Gesundheitskosten, zeitaufwändigen Abläufen und dem Bedarf an geschultem medizinischem Fachpersonal verbunden. Dies stellt eine erhebliche Belastung für Patienten und Gesundheitssysteme dar, insbesondere bei langfristigen und häufigen Behandlungen. Angesichts einer alternden Bevölkerung und der Zunahme chronischer Erkrankungen werden die finanziellen Auswirkungen auf die Ressourcen des Gesundheitswesens noch gravierender.

Subkutane Injektionen bieten eine patientenfreundlichere Alternative. Geräte wie Pens, Autoinjektoren, On-Body-Geräte und Infusionssysteme ermöglichen es Patienten, sich Medikamente für chronische Erkrankungen wie Diabetes und rheumatoide Arthritis selbst zu Hause zu verabreichen. Dieser Ansatz verbessert die Adhärenz der Patienten und reduziert die Gesamtbelastung für Pflegekräfte und Gesundheitssysteme.

HERAUSFORDERUNG

Sind Sie bereit für subkutane Injektionen großvolumiger Biologika?

Mit dem Fortschritt der Technologie wächst das Potenzial zur Selbstverabreichung, was die Patientenerfahrung und die Adhärenz verbessert. Die subkutane Verabreichung mittels Pens, Autoinjektoren, On-Body-Verabreichungssystemen oder Infusionspumpen steht jedoch vor Herausforderungen, insbesondere bei hochviskosen oder großvolumigen Biologika. Diese Herausforderungen müssen bewältigt werden, um die Vorteile der subkutanen Verabreichung voll ausschöpfen zu können.

Laboratory technician packing boxes of SCHOTT TOPPAC® infuse polymer syringes

Einhaltung straffer Zeitpläne

Pharmaunternehmen stehen unter erheblichem Druck, knappe Zeitpläne für klinische Studien einzuhalten und neue Medikamente schnell auf den Markt zu bringen. Verzögerungen aufgrund langwieriger Tests oder langer Vorlaufzeiten können Projekte gefährden, weshalb Schnelligkeit entscheidend ist. Dadurch kann die Patentlaufzeit maximiert und den Patienten lebensrettende Therapien zu Verfügung gestellt werden. Diese Dringlichkeit wird jedoch zusätzlich durch komplexe regulatorische Anforderungen und begrenzte Branchenerfahrung bei der Abfüllung großvolumiger Primärverpackungen erschwert.
Laboratory technician sets up analysis equipment

Neue Herausforderungen bewältigen

Pharmazeutische Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen, da sie sich an neue Technologien und Prozesse anpassen müssen. Die eingeschränkte Kompatibilität mit Injektionsgeräten erschwert die Zweitbeschaffung, während unklare Eigentumsverhältnisse Unsicherheit darüber erzeugen, wer für Supportanfragen zuständig ist. Gleichzeitig sind großvolumige Injektionen mit hohen Kosten und Risiken verbunden, was den Bedarf an zuverlässigen und effizienten Lösungen in diesem sich wandelnden Umfeld deutlich macht.
Young child self-injects medication using an autoinjector

Gewährleistung patientenzentrierter Qualität

Die Funktionalität des Behälters ist entscheidend für die Arzneimittelstabilität und eine wirksame Verabreichung. Hochviskose Biologika erfordern höheren Kraftaufwand und längere Injektionszeiten, wodurch Schmerzen verursacht werden können, größere Geräte benötigt werden und ein erhöhtes Risiko für Behälterschäden besteht. Die komplexe molekulare Struktur erhöht zudem die Empfindlichkeit gegenüber Wechselwirkungen mit Containermaterialien und kann die Arzneimittelwirksamkeit beeinträchtigen. Silikonölmigration, Proteinaggregation und auslaugbare Stoffe erfordern Risikoanalysen und Stabilitätstests zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit und der gesetzlichen Konformität.
Dominique Bauert, Leiter Business Development Sterile Solutions, SCHOTT Pharma
Das Herzstück eines jeden Injektionsgeräts ist die Primärverpackung. Sie ist die entscheidende Komponente, da sie den Hauptkontaktpunkt zwischen dem Medikament und dem Gerät bildet, doch ihre Bedeutung wird häufig übersehen.
LÖSUNG

Innovative Primärverpackungslösungen für großvolumige Biologika

Um den Herausforderungen im Zusammenhang mit hochviskosen Biologika und Arzneimittelbehältern zu begegnen, sollten Entwickler hochwertige Behälter mit geringen extractables and leachables (E&L)-Profilen verwenden. Diese Behälter bestehen typischerweise aus hochwertigem Borosilikatglas oder fortschrittlichen Polymeren wie Cyclic Olefin Copolymer (COC) und zeichnen sich durch modifiziertes Silikon sowie spezielle Elastomere aus.

Innovative Aufbewahrungs- und Verabreichungssysteme wie Autoinjektoren sind essenziell, um die erhöhte Kraft bei hochviskosen Injektionen zu bewältigen. Langlebige Primärverpackungen wie Polymerspritzen, Glasspritzen und Karpulen können diesen Kräften standhalten und Risiken durch mögliche Beschädigungen minimieren. Alternativ ermöglichen On-Body-Systeme (OBDS) und Infusionspumpen die langsame Zufuhr größerer Mengen hochviskoser Biologika.

Bei SCHOTT Pharma stehen Patientenkomfort und -sicherheit an erster Stelle. Unsere Lösungen gewährleisten eine präzise und benutzerfreundliche Arzneimittelverabreichung. Unsere Karpulen und Spritzen verfügen über eine exakte Geometrie, um eine genaue Dosierung zu ermöglichen und die Kraft, die beim Injizieren erforderlich ist, zu reduzieren. So wird die nahtlose Integration mit einer Vielzahl von Injektionsgeräten, darunter Peninjektoren, Autoinjektoren, On-Body-Systeme und Infusionspumpen, ermöglicht. Durch die Zusammenarbeit mit führenden Geräteherstellern gewährleisten wir eine reibungslose Schnittstelle zwischen Primärpackmittel und Geräten für zuverlässiges Second Sourcing. Unsere umfassende Unterstützung in regulatorischen und analytischen Fragen gewährleistet einen reibungslosen Weg auf den Markt für Ihr Arzneimittel.
    Two syriQ BioPure® 5.5 ml glass syringes
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    syriQ BioPure® für Autoinjektoren

    syriQ BioPure® 5.5 ml erweitert die syriQ BioPure® Plattform für Biologika und empfindliche Arzneimittel. Bestehende Komponenten verkürzen die Markteinführungszeit großvolumiger Medikamente. Die erste großvolumige Staked Needle Glasspritze für subkutane Injektionen mittels Autoinjektoren ist mit dem YpsoMate 5.5 von Ypsomed kompatibel. Sie wird in standardisierter SCHOTT iQ® Nest- und Tub-Konfiguration geliefert, um hohe Behälterqualität und effizientes Fill-and-Finish sicherzustellen.
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    Two glass pharmaceutical cartridges
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    cartriQ® für On-Body-Geräte und Autoinjektoren

    cartriQ® sterile Karpulen bieten eine stabile Lösung für Biologika im 10 ml Format für On-Body-Geräte wie YpsoDose® von Ypsomed sowie im 5 ml Format für Autoinjektoren wie Maggie® von SHL Medical. Vorgeprüfte biologikaspezifische Gummikomponenten und fortschrittliche Silikonisierung sichern optimale Performance. Präzise Innenmaße gewährleisten hohe Funktionalität und Dosiergenauigkeit. Die standardisierte SCHOTT iQ® Nest- und Tub-Konfiguration bietet hohe Qualität und effizientes Fill-and-Finish.
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    Two SCHOTT TOPPAC® infuse syringes
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    SCHOTT TOPPAC® infuse für SC- und IV-Infusionspumpen

    SCHOTT TOPPAC® infuse Polymerspritzen bieten hohe Stabilitäts- und Barriereeigenschaften und unterstützen die Arzneimittelstabilität und Haltbarkeit. Sie sind mit dem KORU Freedom System kompatibel und für 10–50 ml geeignet. Geringe Proteinadsorption, stabiler pH-Wert und keine Ionen- und Metallfreisetzung sichern die Integrität. Eine Crosslink-Silikonschicht mit minimalem freiem Silikon reduziert das Risiko von Proteinaggregation, während die sterile Nest- und Tub-Verpackung vor Kontamination und Bruch schützt.
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    Two female laboratory technicians examine a glass cartridge system
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    Funktionstests für großvolumige Verabreichungssystem

    Die Funktionstests von SCHOTT Pharma umfassen analytische Tests zur Bewertung von Spritzen- und Karpulensystemen mit Arzneimitteln unter spezifischen Bedingungen. Wir unterstützen den Systemvergleich zur datengestützten Auswahl sowie die Datenerfassung für Zulassungsunterlagen. Die Tests helfen, Probleme über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu identifizieren – von der Entwicklung bis zum kommerziellen Einsatz.
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    FILL-AND-FINISH

    Abfüllung von Biologika mit gebrauchsfertigen Behältern

    Die begrenzte Patientenpopulation für Biologika wirkt sich auf die Abfüllprozesse aus und beeinflusst die Primärverpackung in Autoinjektoren, Wearables und Infusionspumpen. Da Biologika in der Regel in kleineren Chargen hergestellt werden, haben sich Pharmahersteller auf kosteneffiziente Abfülllösungen konzentriert. Dies hat zu einem Trend hin zu gebrauchsfertigen (RTU) Behältern geführt, die ein standardisiertes Nest- und Tubformat verwenden. Dies ermöglicht eine effiziente Nutzung der Abfüllanlagen und minimiert die Umrüstzeiten, um den sich wandelnden Marktanforderungen gerecht zu werden.

    Zudem gelangen RTU-Verpackungen steril an die Fertigungslinie, was einen vollständig aseptischen Herstellungsprozess ermöglicht. SCHOTT Pharma verfügt über ein breites Netzwerk von Herstellern von Fill-and-Finish-Anlagen sowie CDMOs, um eine schnelle Abfüllung Ihres Arzneimittels zu ermöglichen.

    PHARMA cartriQ
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    Isabelle Jeangoudoux

    Isabelle Jeangoudoux

    Head of Global Product Management​ Glass Syringes​

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